Zum Schluss wurde es einfach zu teuer, das in der Twin Star Rentenversicherung enthaltene Anlagerisiko abzusichern, deshalb ist die Entscheidung die in den letzten Jahren erfolgreich vertriebe Twin Star Police Police aus dem Vetrieb zu nehmen sicherlich nachvollziehbar. Welche Absicherungskosten? Anders als herkömmliche fondsgebundene Rentenversicherungen bietet oder besser gesagt - bot - die Axa Versicherung mit Twin Star eine auf derivative Instrumente ausgerichtete Altersvorsorge. Das hatte den Vorteil, dass deutlich mehr Flexibilität bei der Risikovorsorge bestand und zudem die einzelnen Risiken durch entsprechende Produkte besser und günstiger abgesichert werden konnten. Funktioniert hat dieses Konzept allerdings nur solange es keine größeren Ausfälle bei Kreditschuldnern und ausreichend Liquidität gab.
Kosten der Risikoabsicherung stiegen sprunghaft
In Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrise steigen die Absicherungskosten mit dem Ausfallrisiko sprunghaft in die Höhe, was dem Versicherungskunden aber nicht interessieren muss, da er garantierte Leistungen aus seinem Versicherungsvertrag erzielen wird - unabhängig davon ob die Versicherung daran Geld verdient oder nicht. Mit steigenden Risikoprämien sank der Erlös für die Axa Versicherung in den letzten Monaten zusehends, so dass man sich jetzt entschloss das Angebot (vorerst) aus dem Vertrieb zu nehmen. Das ist gut für bereits bestehende Kunden, da sich an ihren Verträgen nichts ändert und zudem ein größer AXA Unternehmensgewinn sich positiv auf die Überschussbeteiligung der eigenen Altersvorsorge auswirkt. Für Neukunden dürfte es auch kein gravierender NAchteil sein, auch andere Anbieter haben aussichtsreiche Altersvosorge Angebot. Nur für AXA Versicherungen ist es ein herber Rückschlag, verlieren sie mit der Twin Star Altersvorsorge eines ihrer bestverkauften und (ehemals) ertragsstarken Angebote.
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird die private Altersvorsorge immer wichtiger. Sich nur auf die staatliche Altersvorsorge zu verlassen wäre in der heutigen Zeit bringt das nächste Problem mit sich – viele stehen vor der Entscheidung, ob sie eine private Rentenversicherung abschließen sollen und in welcher Form diese private Vorsorge erfolgen soll.
Grundsätzlich eignen sich konventionelle Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen vor allem für sicherheitsorientierte Anleger, die mit einer festen Rente rechnen wollen oder müssen. Alternativ dazu bieten sich so genannte Fonds-Renten an. Hierbei werden in der Regel sämtliche Beiträge abzüglich Vertriebskosten bzw. Ausgabeaufschlag in Fonds investiert. Daneben existieren auch Produkte, bei denen nur die Überschussbeteiligung in Fonds fließt.
Faustregel: Je Jünger der Sparer desto höher die Aktienquote
In welche Fonds der Anleger investiert, hängt - sofern er sich überhaupt selbst darum kümmern möchte - von seinen persönlichen Vorlieben ab. Tendenziell gilt: Je jünger der Sparer ist, desto höher sollte die Aktienquote sein. Immerhin sind Aktien historisch gesehen die Anlageform, die die beste Rendite erwirtschaftet, zumindest langfristig. Durch eine Rendite, die erwartungs- und erfahrungsgemäß durchaus im Bereich von 7-8 % pro Jahr liegt, fällt die Rente in der Regel entsprechend höher aus, als bei konservativen Produkten.
Kursschwankungen der Fonds gleichen sich über die Jahre hinweg aus
Kursschwankungen spielen meistens nur eine untergeordnete Rolle, wenn man bedenkt, dass die Laufzeit einer Fondsrente für einen 20 jährigen Mann durchaus 40 - 50 Jahre betragen kann. Allerdings haben Fonds-Renten einen gravierenden Nachteil: Sollten die Beiträge zu 100 % in Aktienfonds fließen und der Aktienmarkt direkt vor Beginn der Rentenzahlung einbrechen, kann dies durchaus deutliche Nachteile bedeuten. Die Rente fällt dann oft unerwartet niedrig aus. In Anbetracht dieses Risikos, sollten nur Produkte gewählt werden, bei denen der Rentenbeginn variabel gewählt werden kann oder aber Angebote, die zum Ende der Sparphase in sichere Rentenfonds umschichten, bzw. gar eine Garantie anbieten wie die DWS mit der Höchststandssicherung des DWS Vermögenssparplans.