Archiv für das Tag 'Geldanlage'

Bei dem Investmentfonds Metzler TORERO MultiAsset Acc handelt es sich um einen  gemischten Investmentfonds der Klasse AR (Absolute Return). Aufgelegt wurde er am 3.07.2006 von der KAG Metzler Investment GmbH aus Frankfurt zum Erstausgabepreis von 103,50 € inkl. 3,5% Ausgabeaufschlag. Der Fonds wird in der Währung Euro geführt, legt seine Erlöse wieder neu an (Thesaurierung) und ist für reguläre Anlagen ab einer Mindestanlagesumme von 2500 € bzw. als Sparplan ab 50 € zu erhalten.

Absolute Return Ansatz

Das Ziel des Fondsmanagement bzw. die Fondsstrategie ist nach dem Absolute Return Konzept ausgerichtet. Investiert wird das Fondsvermögen sowohl in Aktien als auch in sichere fest- und variabel verzinslichen Wertpapieren wie z.B. Optionsanleihen, Indexzertifikate, Schuldverschreibungen und andere verbrieften Schuldtitel, Geldmarktpapiere, Bankguthaben.

Geregelt wird das Fondsziel durch die so genannte Fondspreisuntergrenze, die für ein Kalenderjahr gilt und einmal definiert, nicht unterschritten werden darf. Festgelegt wird die Fondspreisuntergrenze am ersten Bankarbeitstag jedes Kalenderjahres und liegt bei 94% des Nettoinventarwertes am letzten Bankarbeitstag des Vorjahres. Die Fondspreisuntergrenze wurde 2008 eingehalten.

Flexibler Aktienanteil zwischen Null und 100 Prozent

Um dem Absolute Return Konzept gerecht zu werden, wird die Fondsstrategie realisiert, indem je nach Marktlage der Aktienanteil angepasst wird und somit zwischen 100% und 0% liegen kann. Bei stark fallenden Aktienkursen wird das Fondsvermögen in sicheren Wertpapieren umgeschichtet. So wurde z.B. zum Beginn des Jahres 2009 den Aktienanteil auf 10% reduziert und zugleich den Anteil an Geldmarktpapieren auf 68% aufgestockt.

Der Mischfonds Metzler TORERO MultiAsset ist im Rahmen der Skandia Fonds-Rente für die private Altersvorsorge erwerbbar, kann aber natürlich auch über jede Bank oder Sparkasse als normale Geldanlage erworben werden.

Investmentfonds sind bei fast allen Anlegern eine beliebte und akzeptierte Assetklasse (Anlage-Art). Je nach persönlichen Präferenzen werden Investmentfonds als ein kleinerer Bestandteil des Vermögens „beigemischt“ oder bilden sogar das Fundament der Geldanlage. Sie überzeugen besonders durch die Möglichkeit, langfristig überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund der kommenden Abgeltungssteuer und den jüngsten Kursabschlägen sind Investmentfonds wieder interessanter geworden. Möglicherweise bietet sich hier die Chance, den Einstieg in Investmentfonds auf historisch niedrigem Kursniveau mit einem Steuervorteil zu nutzen. Dauerhaften Steuervorteil, das sei hier am Rande angemerkt haben übrigens viele Fonds-Renten Sparer. Da sie in eine Riester-Rente oder Rürup-Rente einzahlen, die erst zum Beginn der Rentenphase Auszahlungen vornimmt, sind Umschichtungen während der Sparphase von Abgeltungssteuer befreit. Ganz steuerfrei ist aber natürlich auch die Fonds-Rente nicht. Wer jetzt keine Abgeltungssteuer auf Erlöse entrichtet, der muss später die Einkünfte mit dem persönlichen, dann geltenden Steuersatz besteuern lassen.

Fonds kosten Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren

Sofern die Geldanlage in Investmentfonds erwogen wird, sollten die adäquaten Produkte auch auf die laufenden Kosten geprüft werden. Denn nicht nur in Punkto Ausgabeaufschlag gibt es erhebliche Unterschiede. Auch die laufende Verwaltungsgebühr, welche die jährliche Performance der Investmentfonds schmälert variiert stark. Besonders niedrig sind die Verwaltungskosten bei Indexfonds. Sie bilden einen Index ab, sodass kein aufwändiges Fondsmanagement nötig ist.

Je komplexer die Fondsstrategie, desto höher die Verwaltungskosten des Fonds

Bei komplexeren Fonds, die eine bestimmt Strategie verfolgen, sind die Kosten generell höher. Hier ist ein Managementteam stets damit beschäftigt, passende Investments zu finden, die die Outperformance, also die bessere Wertentwicklung als der Vergleichsindex, des Fonds sicherstellen (sollen). Die Verwaltungsgebühren liegen oftmals bei 1 bis 2 Prozent. Fonds wie der Vermögensbildungsfonds I von DWS liegen mit 1,45 Prozent im Mittelfeld und werden, wegen ihrer konstant guten Performance, gerne von Sparern zum Vermögensaufbau genutzt. Grundsätzlich sollte eine hohe Verwaltungsgebühr also kein Ausschlusskriterium sein. Allerdings sollte geprüft werden, ob sich eine Anlage in einen Investmentfonds gegenüber der Anlage in einen Vergleichsindex bezahlt macht. Dies ist, entgegen der Versprechungen der Fondsgesellschaften, schon des Öfteren nicht der Fall.