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Im Rahmen der private Altersvorsorge gilt es zu beachten, dass man so früh wie möglich mit dieser beginnt, denn je später man damit startet, desto höher werden sie Sparbeiträge die man zahlen muss, um eine bestimmte Rente erreichen zu können. Wer zum Beispiel im Alter von 25 Jahren mit der privaten Altersvorsorge beginnt, muss durchschnittlich “nur” ca. 100 Euro im Monate einzahlen, um später eine Rente von 500 Euro monatlich zu erhalten, während ein 40-jähriger bereits monatlich über 250 Euro einzahlen muss, um die gleiche Rentenzahlung erzielen zu können.

Aus diesem Grunde sollten – so absurd das auf den ersten Blick auch erscheinen mag - Eltern bereits für ihr Kind mit dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge beginnen. Dazu eignet sich aufgrund der langen Anlagedauer besonders eine Fonds-Rente, die man sicherlich auch als die Kinder-Rente schlechthin bezeichnen kann. 

Grundsätzlich bietet das Investieren in Investmentfonds im Rahmen der zu erzielenden Fonds-Rente fast nur Vorteile gegenüber anderen Anlageprodukten. Ein, allerdings mit zunehmender Anlagedauer zu vernachlässigender Nachteil, ist durch die Anlage in Aktienfonds gegeben. 

Fonds-Rente bietet Chancen gegenüber Banksparplan und Versicherung

Diese weisen gegenüber Banksparplänen oder auch Versicherungen ein erhöhtes Anlagerisiko auf, welches durch die wechselnden Auf und Ab der Börsen verursacht wird. Dieses Risiko wird allerdings deutlich vermindert, wenn man lange genug spart – oder anders herum gesagt: Früh genug mit dem Fonds Kindersparplan beginnt. Über die Zeit hinweg bieten Investmentfonds eine deutlich bessere Rendite als Versicherungen oder eben Zinsen. 

Historisch gesehen wird eine Anlagedauer von mindestens zehn Jahren als ausreichend angesehen um das Verlustrisiko signifikant zu verringern. Im Falle einer deutlich längeren Sparphase die z.B. einen bei Geburt begonnenen und zum Ende der Schulzeit (oder zu Beginn des Studiums) beendeten Sparplan beinhaltet, sinkt das Verlustrisiko weiter und die Chancen auf eine problemlos Studienfinanzierung steigen.

Mit 100 Euro zum Millionär – die Anlagedauer macht es möglich

In Zahlen gesprochen bedeutet das – wer ab Geburt des Kindes jeden Monat 100 Euro (100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag; 0,5% Verwaltungsgebühr) in den Fondssparplan gesteckt hat, kann sich über mehr als 40.000 Euro Vermögen freuen, wenn das Kind volljährig wird. Würde man die Fonds-Rente tatsächlich bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren beibehalten, stünden komfortable 1,6 Mio. Euro zur Rentenaufbesserung zur Verfügung. So gesehen ist die Fonds-Rente die nahezu ideale Kinder-Rente, da besonders bei Aktien auf die lange Laufzeit hin betrachtet sehr hohe Renditen bei großer Sicherheit zu erwarten sind.

Die Aktie ist ein Anlageprodukt, welches langfristig gute Renditechancen bietet. Die Risiken von Aktienanlagen reichen aber bis zum Totalverlust des angelegten Kapitals. Aufgrund dieser Eigenschaft sollte eine Anlage in Aktien immer nur mit einer hohen Streuung erfolgen. Ein kostengünstiges Instrument zur Umsetzung dieser Streuung ist ein Aktienfonds. 

Aktienfonds investieren je nach Anlagestil und “Thema” in Aktien verschiedener Unternehmen, Branchen oder Länder. Damit gewährleisten Aktienfonds ein hohes Maß an Risikostreuung und reduzieren das Risiko für den Anleger nachhaltig.

Mit der Renditechance steigt auch das Anlagerisiko

Allerdings besteht auch bei Aktienfonds das Risiko, dass der Anleger zu sehr hohen Kursen einsteigt und bei der nächsten Rezession oder dem nächsten Börsencrash Opfer hoher Kursverluste wird. Vor diesem Hintergrund sollte auch bei Investments in Aktienfonds ein höchstmöglicher Anlagehorizont zu Grunde gelegt werden.

Dieses Kursrisiko lässt sich aber mit einfachen Mitteln minimieren. Mit einem Fondssparplan können Anleger regelmäßig Anteile an Aktienfonds erwerben. Für den Erwerb in der Regel nur der übliche Ausgabeaufschlag (AA) fällig, der allerdings bei Abschluss über eines Fondssparplans über einen Fondsvermittler meist entfällt. In der Regel werden dann monatlich - für einen festgelegten Betrag - Anteile an einem Fonds erworben. Allerdings sind auch andere Intervalle denkbar. Beispielsweise der vierteljährliche oder jährliche Kauf von Fondsanteilen. Tendenziell gilt: Je enger die Kaufintervalle angeordnet sind, desto eher strebt der Einstandskurs an den Durchschnittskurs des Betrachtungszeitraums.

Fondssparplan von Abgeltungssteuer betroffen – Fonds Riester-Rente ausgenommen

In Anbetracht der Abgeltungssteuer verlieren Fondssparpläne übrigens an Attraktivität. Statt der bisher greifenden Spekulationsfrist, nach der Kursgewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei ausgezahlt werden können, greift ab 2009 die Abgeltungssteuer. Nur für Anteile die bis Ende 2008 erworben werden, gilt dann noch die alte Regelung.

Abhilfe schaffen hier fondsgebundene Rentenversicherungen wie z.B. die Riester-Rente oder Rürup-Rente verschiedener Anbieter. Diese sind erst während der Auszahlungsphase, d.h. mit Beginn der Rente zum dann geltenden Steuersatz zu versteuern (nachgelagerte Besteuerung).

Die „UniProfiRente“ ist ein für die private staatlich geförderte Riester-Rente eingeführter Fondssparplan. Angelegt werden die Beiträge in zwei Fonds: Uni Global (globaler Aktienfonds) und Uni Euro Renta (internationaler Rentenfonds). Beide in der UniProfiRente enthaltenen Fonds sind ausschüttend, allerdings werden die Erträge wiederangelegt und sind zudem in der Ansparphase steuerfrei. In den Fondsanteilen werden neben den Eigenbeiträgen auch die Ausschüttungen sowie die vom Staat gewährten Zulagen investiert. Für die Fonds sind Ausgabeaufschläge (für den Uni Global 5%, für den Uni Profi Renta 3%), eine pauschale Depotgebühr von 10,12€ jährlich und Verwaltungsgebühren fällig. Die Beiträge können monatlich, vierteljährlich oder sogar jährlich eingezahlt werden. Das Kapital ist Hartz-4 sicher, bei Bedarf sind Beitragspausen möglich.

Innerhalb der UniProfiRente wird von Aktien- zu Rentenfonds umgeschichtet

Die Anlagestrategie des Fondssparplans zeichnet eine hohe Flexibilität aus, da das Fondsmanagement sich stets an den aktuellen Finanzmarkt richtet und schnell auf Veränderungen reagiert. Gerät während der Ansparphase der Aktienmarkt ins Wanken, wird das Kapital der Anleger geschützt, indem es automatisch in den Rentenfonds umgeschichtet wird. Vier Jahre vor Ende der Ansparphase kann auch der Versicherte eine Umschichtung in den Rentenfonds veranlassen.

Vor Beginn der Rentenphase wird ein Teil des angesparten Vermögens vom Fondsmanagement in eine private Rentenversicherung, die dem Versicherten eine lebenslange monatliche Leibrente garantiert, umgeschichtet. Durch einen Übertrag auf den Altersvorsorgevertrag des Ehepartners kann das angesparte Fondsvermögen ohne Rückzahlung der Förderung vererbt werden.

Sparer haben inzwischen viele Auswahlmöglichkeiten, wenn sie nach Finanzprodukten für den langfristigen Vermögensaufbau suchen.

Häufig bietet es sich an in regekmässigen, d.h. z.B. monatlichen Raten kleine Summe innerhalb eines so genannten Sparplans zu einem kleinen Vermögen anzusammeln, sprich anzusparen. Dazu bieten Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften ganz verschiedene Arten von Sparplänen zur Auswahl. Eines dieser vor allem bei Jüngeren sehr beliebten da chancenreichen Anlageprodukte der Fondssparplan.

Mit Fondssparplan dauerhaft kleine Beiträge investieren

Wer mit Fonds sparen möchte, entscheidet sich häufig für einen Fondssparplan. Dabei wird in selbst festzulegenden, meist monatlichen Abständen eine vorher festgelegte Summe Geld in Investmentfondsanteile angelegt. Je nach aktuellem Wert des Fonds kauft ein Sparer dann mit jedem monatlichen Beitrag eine bestimmte Anzahl von Investmentfonds-Anteilen. Durch die dauerhaften aber gleichmäßig hohen Sparbeiträge werden in Zeiten schwacher Aktienmärkte überdurchschnittlich viele Fondsanteile erworben, in guten Börsenphasen steigt der Preis je Anteil und damit auch das angesammelte Vermögen des Sparers. Der so genannten Cost-Average Effekt bewirkt, dass sich über die Dauer des Sparplans gute und schlechte Börsenphasen ausgleichen und Fondssparplan Sparer einen durchschnittlichen Ertrag erzielen, der in der Vergangenheit oberhalb von Sparzinsen lag.

Fondssparplan einrichten ist einfach und schnell gemacht

Einen Fondssparplan einzurichten ist einfach. Im ersten Schritt müssen Sparer zunächst ein Depot bei einer Fondsgesellschaft oder Fondsbank (z.B. Frankfurt Fondsbank, ebase) eröffnen. Dieser Schritt kann immer häufiger online über das Internet bzw. die Homepage des Anbieters oder einer Vermittlers erfolgen. Im zweiten Schritt muss sich der Anleger dann für einen oder mehrere bestimmte Investmentfonds entscheiden, in die er zukünftig regelmäßig sein Kapital investieren möchte. Dabei gilt es Mindestanlagesummen zu beachten, die häufig 25,- Euro bis 50,- Euro pro Monat oder auch Quartal betragen und somit eigentlich jedem Sparer aufzubringen sind.

Ist dieses geschehen, wird im Rahmen des Fondssparplan eine Art Dauerauftrag eingerichtet. Das bedeutet, der Kunde ermächtigt und beauftragt die Fondsgesellschaft, im festgelegten Rhythmus für einen bestimmten Betrag spezielle Fondsanteile zu erwerben. Der Kauf der Fonds-Anteile erfolgt automatisch, sodass sich der Kunde nicht mehr darum kümmern muss. Der entsprechende Geldbetrag wird vom Konto des Kunden abgebucht und die davon erworbenen Fondsanteile werden dann in das Fondsdepot eingebucht.

Wer Geld braucht kann Guthaben während der Laufzeit auflösen

Der Fondssparplan zeichnet sich unter anderem durch eine sehr große Flexibilität aus, da die Anteile jederzeit wieder verkauft werden können, oder auch in andere Fonds umgeschichtet werden können. Zudem kann man die Anlage ab einer bestimmten Spardauer auch als relativ sicher bezeichnen, wobei die Rendite besonders bei Aktienfonds ohnehin zu den höchsten im Sparplan-Bereich überhaupt zählt.