Archiv für das Tag 'Fonds-Renten'

Gerademal jeder zwanzigste (!) der über 50-jährigen Deutschen glaubt, dass fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen eine wichtigere Bedeutung für die private Altersvorsorge der Deutschen bekommen wird. Diese Erkenntnis muss für den Auftraggeber der Befragung, den Britischen Lebensversicherer Clerical Medical eine deutliche Ernüchterung gewesen sein, auch wenn, das darf nicht unerwähnt bleiben, die Zielgruppe eigentlich nicht im Mittelpunkt des Interesses stehen sollte. Warum? Nun, fondsgebundene Rentenversicherungen erzielen ihre überdurchschnittliche Wertentwicklung nur dann, wenn sie deutlich mehr als 10 Jahre bespart werden. Das hören die Anbieter zwar weniger gerne, ist aber eine Tatsache, die Berater wie Kunden keinesfalls aus den Augen verlieren sollten.

Nur 7 Prozent der 20 bis 49-jährigen von Fonds-Police überzeugt

Da erscheint es sowohl aus Vorsorge-, wie auch aus Fonds-Renten Anbieter-Sicht weitaus schlimmer, dass das Interesse der Jüngeren an einer solchen Altersvorsorge ebenfalls eher unterkühlter Natur ist. Lediglich 7 Prozent der 20 bis 49-jährigen sehen in einer fondsgebundene Lebensversicherung bzw. Rentenversicherung eine sinnvolle Sparvorsorge. 28 Prozent hingegen verfügen über ein Sparbuch, dass zwar keine nennenswerten Zinsen erzielt, aber immer noch er Deutschen liebste Sparform darstellt.

Somit bleibt alles wie es immer schon war. Die Deutschen sind ein auf Sicherheit bedachtes Volk, die sich lieber mit wenig Zinsen und geringem Risiko als höheren Zinsen und höherem Risiko finanziell absichern. Fragt sich nur, wie überzeugend jene Berater sein mussten, die in den letzten Jahren Zertifikate in allen Richtungen und Risikograden an den Sparer brachten. Oder ist es vielleicht einfach dem Wort „Garantie“ geschuldet gewesen, dass niemand damit rechnete, dass auch Zertifikate Verluste bescheren können.

Wie dem auch sein: Der Autor stellt hiermit fest, dass für junge Sparer eine Fonds-Rente das deutlich bessere langfristige Investment darstellt als ein Sparbuch. Basta.

Investmentfonds sind bei fast allen Anlegern eine beliebte und akzeptierte Assetklasse (Anlage-Art). Je nach persönlichen Präferenzen werden Investmentfonds als ein kleinerer Bestandteil des Vermögens „beigemischt“ oder bilden sogar das Fundament der Geldanlage. Sie überzeugen besonders durch die Möglichkeit, langfristig überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund der kommenden Abgeltungssteuer und den jüngsten Kursabschlägen sind Investmentfonds wieder interessanter geworden. Möglicherweise bietet sich hier die Chance, den Einstieg in Investmentfonds auf historisch niedrigem Kursniveau mit einem Steuervorteil zu nutzen. Dauerhaften Steuervorteil, das sei hier am Rande angemerkt haben übrigens viele Fonds-Renten Sparer. Da sie in eine Riester-Rente oder Rürup-Rente einzahlen, die erst zum Beginn der Rentenphase Auszahlungen vornimmt, sind Umschichtungen während der Sparphase von Abgeltungssteuer befreit. Ganz steuerfrei ist aber natürlich auch die Fonds-Rente nicht. Wer jetzt keine Abgeltungssteuer auf Erlöse entrichtet, der muss später die Einkünfte mit dem persönlichen, dann geltenden Steuersatz besteuern lassen.

Fonds kosten Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren

Sofern die Geldanlage in Investmentfonds erwogen wird, sollten die adäquaten Produkte auch auf die laufenden Kosten geprüft werden. Denn nicht nur in Punkto Ausgabeaufschlag gibt es erhebliche Unterschiede. Auch die laufende Verwaltungsgebühr, welche die jährliche Performance der Investmentfonds schmälert variiert stark. Besonders niedrig sind die Verwaltungskosten bei Indexfonds. Sie bilden einen Index ab, sodass kein aufwändiges Fondsmanagement nötig ist.

Je komplexer die Fondsstrategie, desto höher die Verwaltungskosten des Fonds

Bei komplexeren Fonds, die eine bestimmt Strategie verfolgen, sind die Kosten generell höher. Hier ist ein Managementteam stets damit beschäftigt, passende Investments zu finden, die die Outperformance, also die bessere Wertentwicklung als der Vergleichsindex, des Fonds sicherstellen (sollen). Die Verwaltungsgebühren liegen oftmals bei 1 bis 2 Prozent. Fonds wie der Vermögensbildungsfonds I von DWS liegen mit 1,45 Prozent im Mittelfeld und werden, wegen ihrer konstant guten Performance, gerne von Sparern zum Vermögensaufbau genutzt. Grundsätzlich sollte eine hohe Verwaltungsgebühr also kein Ausschlusskriterium sein. Allerdings sollte geprüft werden, ob sich eine Anlage in einen Investmentfonds gegenüber der Anlage in einen Vergleichsindex bezahlt macht. Dies ist, entgegen der Versprechungen der Fondsgesellschaften, schon des Öfteren nicht der Fall.