01.05.2009
Wird gesetzliche Rente wegen Finanzkrise gekürzt?
Jetzt scheint die Finanzkrise auch bei denen angekommen zu sein, die sich bislang sicher im Ruhestand vermuteten. Nach Beendigung des Arbeitslebens keimt bei dem einen oder anderen die Panik auf, dass er sich jetzt auch im Ruhestand einen Job suchen muss um über die Runden zu kommen, der Wirtschaftskrise sei Dank.
Glücklicherweise sind bald Wahlen und Politiker schon aus diesem Grund durchaus geneigt ohne großes Aufhebens praktikable Lösungen zu finden. Dies scheint, so sieht es für den Augenblick aus, auch für die mögliche Kürzung der Altersrenten zu gelten. Streng genommen müssen die Rentner einen Einkommensverzicht hinnehmen, wenn die Brutto-Lohn- und Gehaltssumme (so wie derzeit) sinkt. Da dies die eine große Wählerschicht betreffen und den privaten Konsum sicherlich hemmen würde, sah sich die Bundesregierung gezwungen bereits jetzt das Zugeständnis zu machen, dass man für den Fall einer rechnerisch notwendigen Rentenkürzung eine Schutzklausel entwerfen würde, die dies verhindert.
Mit diesem Thema kann man Wahlen verlieren, aber nicht gewinnen
Eine absolut pragmatische Lösung, die sicherlich deutlich weniger Geld kosten wird als Rentner zu erklären warum sie von ihren durchschnittlich 800 Euro Rente z.B. monatlich 0,3 Prozent bzw. 2,40 Euro zusätzlich abgeben müssen. Das ist in dieser Größenordnung für niemanden nachvollziehbar, kostet Nerven und bringt – richtig – auch keine Wähler-Sympathien. Kurzum damit kann man Wahlen verlieren, aber keine gewinnen.
Da das Geld aber irgendwo her kommen muss, werden es wahrscheinlich die Bürger über zusätzliche Steuern oder die Beitragszahler über höhere Versicherungsbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung finanzieren müssen. Auch wenn dies natürlich ebenfalls bestritten wird, so scheint es nur logisch, dass eine unbegrenzte Geldmengenschöpfung das Problem nicht lösen, sondern nur verschieben kann.