04.01.2009
Was kostet die jährliche Verwaltung eines Fonds
Investmentfonds sind bei fast allen Anlegern eine beliebte und akzeptierte Assetklasse (Anlage-Art). Je nach persönlichen Präferenzen werden Investmentfonds als ein kleinerer Bestandteil des Vermögens „beigemischt“ oder bilden sogar das Fundament der Geldanlage. Sie überzeugen besonders durch die Möglichkeit, langfristig überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund der kommenden Abgeltungssteuer und den jüngsten Kursabschlägen sind Investmentfonds wieder interessanter geworden. Möglicherweise bietet sich hier die Chance, den Einstieg in Investmentfonds auf historisch niedrigem Kursniveau mit einem Steuervorteil zu nutzen. Dauerhaften Steuervorteil, das sei hier am Rande angemerkt haben übrigens viele Fonds-Renten Sparer. Da sie in eine Riester-Rente oder Rürup-Rente einzahlen, die erst zum Beginn der Rentenphase Auszahlungen vornimmt, sind Umschichtungen während der Sparphase von Abgeltungssteuer befreit. Ganz steuerfrei ist aber natürlich auch die Fonds-Rente nicht. Wer jetzt keine Abgeltungssteuer auf Erlöse entrichtet, der muss später die Einkünfte mit dem persönlichen, dann geltenden Steuersatz besteuern lassen.
Fonds kosten Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren
Sofern die Geldanlage in Investmentfonds erwogen wird, sollten die adäquaten Produkte auch auf die laufenden Kosten geprüft werden. Denn nicht nur in Punkto Ausgabeaufschlag gibt es erhebliche Unterschiede. Auch die laufende Verwaltungsgebühr, welche die jährliche Performance der Investmentfonds schmälert variiert stark. Besonders niedrig sind die Verwaltungskosten bei Indexfonds. Sie bilden einen Index ab, sodass kein aufwändiges Fondsmanagement nötig ist.
Je komplexer die Fondsstrategie, desto höher die Verwaltungskosten des Fonds
Bei komplexeren Fonds, die eine bestimmt Strategie verfolgen, sind die Kosten generell höher. Hier ist ein Managementteam stets damit beschäftigt, passende Investments zu finden, die die Outperformance, also die bessere Wertentwicklung als der Vergleichsindex, des Fonds sicherstellen (sollen). Die Verwaltungsgebühren liegen oftmals bei 1 bis 2 Prozent. Fonds wie der Vermögensbildungsfonds I von DWS liegen mit 1,45 Prozent im Mittelfeld und werden, wegen ihrer konstant guten Performance, gerne von Sparern zum Vermögensaufbau genutzt. Grundsätzlich sollte eine hohe Verwaltungsgebühr also kein Ausschlusskriterium sein. Allerdings sollte geprüft werden, ob sich eine Anlage in einen Investmentfonds gegenüber der Anlage in einen Vergleichsindex bezahlt macht. Dies ist, entgegen der Versprechungen der Fondsgesellschaften, schon des Öfteren nicht der Fall.