Archiv für das Tag 'Altersrente'

Pünktlich zum letzten Quartal des Jahres wird von Versicherungen und Banken der Endspurt um die Altersvorsorge eingeläutet. Dabei gibt es traditionell fast so viele Meinungen wie Anbieter und in wechselnden Zusammensetzungen: Gute, sehr gute und manchmal auch weniger gute Altersvorsorge Produkte. Wer aus der Masse der Anbieter im zurückliegenden Zeitraum besonders gut abgeschnitten hat, das bewertet Stiftung Warentest im hauseigenen Anlegermagazin Finanztest. So weit, so bekannt.

Dass ausgerechnet die BILD Zeitung mit einem Hinweis auf eine Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) die hier geführte Verkaufsförderung verschärft ist allerdings neu und – im Hinblick auf die Banalität der Argumentation – auch irgendwie merkwürdig. Merkwürdig auch, dass viele (wie z.B. Wirtschaftswoche, Westdeutsche Zeitung, Die ZEIT und natürlich auch wir hier) über etwas berichten, was eigentlich mehr ein Rechenexempel als eine Argumentation darstellt.

Welche Argumentation?

Wie das Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) festgestellt hat ist im Zuge der aktuellen Finanzkrise mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen, in deren Folge Neueinstellungen auf einem niedrigeren Gehaltsniveau durch die Unternehmen vorgenommen werden. Dadurch sinkt das durchschnittliche Gehaltniveau, was wiederum zu einer geringeren Altersrente für die späteren Rentner führt, die jetzt ihre Arbeit verlieren, später neue finden und zwischendurch keine Beiträge zur Rentenkasse und zurück in Lohn und Brot - geringere Beiträge zur Rentenkasse leisten werden, da sie potentiell schlechter bezahlt werden.

Bei so vielen „wenn’s“ und „dann’s“, die zu Auswirkungen führen können, die erst in Jahrzehnten zu spüren sind, sieht man sich von offizieller Seite genötigt an der Seriosität einer solchen Berechnung zu zweifeln. Der Kommentar folgte auch prompt durch die Deutsche Rentenversicherung Bund, die zwar die Leistung des Instituts anerkennt, die Aussagekraft der Untersuchung aber erheblich bezweifelt.

Aber, wie das in letzten Quartalen eines Jahres so ist, werden sicherlich viele Anbieter von Altersvorsorge Versicherungen und privaten Renten auf diese Analyse einsteigen um der eigenen Klientel in Vorteil zu verschaffen. Der Sozialverband VdK z.B. hat das Thema bereits für sich entdeckt und fordert schnelle Lohnerhöhungen für alle um die entstehende Rentenlücke schnell wieder zu schließen.

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Weniger Riester-Fonds-Renten

Einen deutlichen Rückgang der Neuabschlüsse haben die Anbieter von fondsgebundenen Riester-Renten im ersten Halbjahr 2009 zu verkraften. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit rund 99.000 nur rund halb so viele der staatlich geförderten Fonds-Renten an den Sparer gebracht wie noch im Jahr 2008 (200.000 Neuverträge).

Auch wenn der Bundesverband der Investmentfonds Anbieter nicht eben glücklich ist, dass die Zahlen so schlecht ausgefallen sind, schwingt in der Aussage “Angesichts der Marktstimmung im vergangenen Jahr und des ersten Quartals 2009 ist das Ergebnis schon erfreulich” des BVI-Sprechers zumindest ein bisschen Erleichterung mit, hat doch die Finanzkrise die allgemeine Bereitschaft zu risikobehaftet Anlagen (wie es ja Fonds nun mal sind) stark schrumpfen lassen.

Positiv ist – der Anteil fondsgebundener Riester-Renten steigt

Dennoch zeichnet sich ein jeder Interessenvertreter dadurch aus das Positive im Negativen zu identifizieren und es gewinnbringend darzustellen. Deshalb darf an dieser Stelle natürlich auch nicht verschwiegen werden, dass der Anteil fondsgebundener Riester-Rente Produkte seit Jahren kontinuierlich steigt, einfach weil risikobehaftete Investments die Chance auf eine höhere private Altersrente bieten – und das ist für mittlerweile jeden vierten Riester-Rente Kunden einfach das ausschlaggebende Argument. Verständlich irgendwie.

Langes Arbeiten ist wieder Trend. Nicht nur nach Stunden pro Woche, sondern auch nach Jahren pro Leben, wie die Rentenversicherung Bund bestätigte. Demnach gehen westdeutsche Männer derzeit mit einem Durchschnittsalter von 63,5 Jahren, ostdeutsche mit 63 Jahren in Ruhestand. Dies entspricht einem Altersdurchschnitt, der seit 1978 nicht mehr erreicht wurde. Ausschlaggebend dürfte das Auslaufen diverser Frühverrentungsregelungen sein, so dass die Möglichkeit zu einem früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben –ohne empfindliche Einbussen – nicht mehr möglich ist und Arbeitnehmer wie auch Arbeitnehmerinnen so lange weiterarbeiten, wie sie oder auch der Arbeitgeber dies möchte. Auch bei Frauen hält der Trend zum späteren Rentenbeginn an, in Westdeutschland beträgt das Durchschnittsalter demnach 63,2 Jahre, in den neuen Bundesländern 61,7 Jahre, ein Renteneintrittsalter, das letztmals im Jahr 1993 erreicht wurde. 

Interessant ist dieser Anstieg vor dem Hintergrund der kommenden Rente mit 67 Jahren. Demnach müssten Arbeitnehmer einen deutlichen Abschlag der eigenen Altersrente hinnehmen, sofern sie vorzeitig in den Ruhestand gehen möchten. Mal von denen abgesehen, die auch im hohen Alter weiterarbeiten wie Bob Lutz bei GM, kann eigentlich für alle Normal-Angestellten nur eines gelten: Private Vorsorge wie die Riester-Rente tut Not, um diesen gesetzlich verordneten Nachteil wieder auszugleichen. Wohl dem, der damit früh genug beginnt.

 

Die Förderung der privaten Altersvorsorge ist eines der politischen Hauptanliegen unserer Zeit. Aus dieser Motivation wurde das Konzept der Riester-Rente erdacht und von verschiedenen Anbietern im Rahmen der staatlichen Vorgaben zu konkreten Vorsorgeangeboten umgesetzt. Dadurch gibt die Riester-Rente jedem Bürger die Möglichkeit, parallel zur staatlichen Altersrente eine private Vorsorge aufzubauen. Dieses Engagement wird durch attraktive jährliche Zuschüsse der Bundesregierung von 154,- Euro pro Erwachsenem und bis zu 300.- Euro pro Kind belohnt.

DWS Angebot Riester-Rente Premium

Anders als Versicherungsgesellschaften bietet DWS als Fondsgesellschaft eine Fonds-Rente als Riester-Rente an. Hier wird in DWS Fonds und Investmentfonds anderer Gesellschaften investiert. Abschließen kann diese DWS Riester-Rente im Prinzip jeder im Alter zwischen 0 und 57 Jahren um die eigene Altersvorsorge damit zu verbessern.

Sollte es im Laufe der Zeit finanziell einmal eng werden, können Teile des in angesparten Kapitals entnommen werden. Auch das Aussetzen der monatlichen Einzahlungen ist möglich.
Ab dem 55. Lebensjahr kann jeder Sparer eine „persönliche Höchststandsicherung“ festlegen, sofern er das möchte werden dann nur noch Fonds ausgesucht, die kein Absinken des eigenen Guthabens mehr ermöglichen (aber eben auch so gut wie Steigerung). Damit schaut jeder Sparer Turbulenzen auf dem Kapitalmarkt kurz vor der Rente beruhigt entgegen. Den Beginn der Auszahlungen legt der Sparer zwischen 60 und 67 Jahren fest, auch hier gilt, je länger das Geld arbeiten kann, umso höher kann letztendlich die aus der Fonds-Rente erziele Altersrente sein.

Verstirbt ein Anleger in der Ansparphase, so erbt der Ehepartner das Guthaben einschließlich der gezahlten Zuschläge. Erben später Kinder oder Enkel, müssen diese die staatlichen Zuschüsse zurückzahlen. Das angesparte Fonds-Vermögen bleibt in jedem Fall erhalten.

 

Die SwissLife Fonds-Rente ist eine fondsgebundene Rentenversicherung, die durch die Zweiteilung in Garantie- und Investitionsteil auch sicherheitsbewussten Kunden ermöglicht, eine ordentliche Rendite einzufahren. SwissLife Fonds-Rente Kunden können aus einem Pool chancenreicher Investmentfonds auswählen und darin nach Belieben umschichten. Nach Ablauf der Ansparphase bestehen mehrere Möglichkeiten über das Kapital zu verfügen:

  • Auszahlung einer lebenslang garantierten Rente
  • Auszahlung des gesamten an gesparten Kapitals
  • Teilauszahlung bis zu 30 % des angesparten Kapitals und weitere Rentenzahlung
  • Übertragung der Fondsanteile in ein Depot

SwissLife Rentenversicherung – Vorsorge mit Fonds

Vor dem Hintergrund der sich verändernden Altersstruktur der Deutschen Bevölkerung wird es immer unwahrscheinlicher die Lebenhaltungskosten aus der gesetzlichen Altersrente bestreiten zu können. Vor diesem Hintergrund wird private Altersvorsorge immer wichtiger, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine staatlich gefördertes Modell, wie das der Riester-Rente handelt, oder eine zusätzlich Fonds-Rente, die unter Umständen lediglich dem Aufbau eines privaten Altersvorsorgevermögens dient.

Wer sich für einen solchen Fonds-Sparplan zum Rentenaufbau entscheidet, sollte allerdings berücksichtigen, dass nicht alle Fonds-Renten Vorteile gegenüber der Abgeltungssteuer bieten. Unter Umständen kann es sehr vorteilhaft sein auf eine der staatlich regulierten Riester-Renten zurückzugreifen, auch wenn man keinen Anspruch auf staatliche Förderung hat. Vielfach sind Erträge, die während der Ansparphase erzielt werden nämlich nicht Abgeltungssteuer pflichtig. Diese Erlöse unterliegen dann der nachgelagerten Besteuerung und müssen erst zum Auszahlungszeitpunkt versteuert werden, wenn der Steuersatz anzunehmen geringer ist als die 25% pauschale Abgeltungssteuer – die nebenbei auch die Geschwindigkeit des Vermögensaufbaus hemmen.