05.08.2009
Weniger Riester-Fonds-Renten
Einen deutlichen Rückgang der Neuabschlüsse haben die Anbieter von fondsgebundenen Riester-Renten im ersten Halbjahr 2009 zu verkraften. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit rund 99.000 nur rund halb so viele der staatlich geförderten Fonds-Renten an den Sparer gebracht wie noch im Jahr 2008 (200.000 Neuverträge).
Auch wenn der Bundesverband der Investmentfonds Anbieter nicht eben glücklich ist, dass die Zahlen so schlecht ausgefallen sind, schwingt in der Aussage “Angesichts der Marktstimmung im vergangenen Jahr und des ersten Quartals 2009 ist das Ergebnis schon erfreulich” des BVI-Sprechers zumindest ein bisschen Erleichterung mit, hat doch die Finanzkrise die allgemeine Bereitschaft zu risikobehaftet Anlagen (wie es ja Fonds nun mal sind) stark schrumpfen lassen.
Positiv ist – der Anteil fondsgebundener Riester-Renten steigt
Dennoch zeichnet sich ein jeder Interessenvertreter dadurch aus das Positive im Negativen zu identifizieren und es gewinnbringend darzustellen. Deshalb darf an dieser Stelle natürlich auch nicht verschwiegen werden, dass der Anteil fondsgebundener Riester-Rente Produkte seit Jahren kontinuierlich steigt, einfach weil risikobehaftete Investments die Chance auf eine höhere private Altersrente bieten – und das ist für mittlerweile jeden vierten Riester-Rente Kunden einfach das ausschlaggebende Argument. Verständlich irgendwie.