Kaum im Amt, schon voll im Thema. Direkt zum Amtsantritt darf der neue Bundesminister für Arbeit, Franz Josef Jung (CDU), schon die erste gute Nachricht zur aktuellen Lage der gesetzlichen Rentenversicherung verkünden. Diese lautet grob zusammengefasst: Alles bleibt wie es war, Rentner haben für 2010 nichts zu befürchten.

Das ist natürlich löblich und erfreut nicht nur diejenigen der CDU Wähler, die schon ein paar mehr Wahlen aktiv mit entschieden haben, sondern zeigt auch den jüngeren, dass es ihren Eltern und Großeltern weiterhin gut gehen wird. Für die Jüngeren selbst wird das Renteneinzahlungsjahr 2010 übrigens auch mit Stillstand versehen sein, der aktuelle Beitragsatz zur gesetzlichen Rentenversicherung (aktuell 19,9 Prozent des Bruttolohns) wird auch im Jahr 2010 nicht steigen - sagt zumindest Franz Josef Jung.

Rente gut alles gut?

Ja und nein. Keine Rentensteigerung für das Jahr 2010 entspricht in diesem speziellen Wirtschaftskrisen Jahr trotzdem einer Rentenerhöhung. Bedingt durch Kurzarbeit und sehr niedrige Inflation werden im nächsten Jahr die durchschnittlichen Einkommen um etwa 0,5% sinken, was im Sinne des Solidarpakts zwischen Rentenversicherungseinzahlern und Rentenbezieher eigentlich mit einer Kürzung der Renten einhergehen müsste. Diese Rentenkürzung wurde aber durch die rot-schwarze Regierung unter Angela Merkel ausdrücklich außer Kraft gesetzt, so dass Rentner in 2010 de fakto eine Rentenerhöhung erwarten können und Arbeitnehmer mit einer sinkenden Rentenanwartschaft aufgrund der geringere Einkommen rechnen dürfen.

Für die Rente 2010 ist also alles gut, für die Rentner 2030 eher weniger.

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