Monatsarchiv für März 2010

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einer aktuellen Untersuchung eine düstere Prognose für die zukünftigen Rentner Ostdeutschlands skizziert. Während die aktuelle ostdeutsche Rentner Generation bzw. die Jahrgänge, die in den nächsten Jahren verrentet werden, mit Altersrenten zwischen 900 und 1.000 Euro noch vergleichsweise gut dastehen, werden die Geburtsjahrgänge 1962 bis 1971 bei Renteneintritt massiv weniger Altersrente zur Verfügung haben.

Nur noch 594 bzw. 466 Euro Altersrente aus Erwerbstätigkeit

Die hohe nach wie vor überdurchschnittlich Arbeitslosigkeit in den ostdeutschen Bundesländern, Teilzeitjobs und geringe Löhnen lassen die Rentenerwartung auf dann nur noch 594 Euro bei Männern und 466 Euro bei Frauen zusammenschrumpfen. Als Grund sieht das DIW allerdings auch die größere Anzahl an gering qualifizierten Personen, die einfach keine Gelegenheit haben eine Arbeitsstelle mit einer besseren Bezahlung zu finden. Auch die dauerhafte Beschäftigung der eigentlich als Einstieg in die Vollzeitarbeit gedachten in Minijobs trägt zu dem Dilemma der sinkenden Renten bei, anders als regulär Beschäftigte, werden hier Rentenbeiträge pauschal abgeführt, so dass lediglich ein verschwindend geringer Anteil tatsächlich zur Erhöhung der Altersrente beitragen kann.

Staatlich geförderte private Altersvorsorge wurde nicht berücksichtigt

Lösungen für die wachsende finanzielle Lücke haben hat auch das DIW nicht parat, allerdings weißt man bei der Veröffentlichung der Studie darauf hin, dass die im Rahmen der staatlich geförderten Altersvorsorge mögliche private Vorsorge (Riester-Rente) bei der Berechnung nicht berücksichtigt wurde. Somit könnten Minijobber und Teilzeitbeschäftigte durchaus mehr Rente beziehen, als dies in der Musterrechnung herausgearbeitet wurde. Allerdings gilt auch hier: Sie könnten, wenn sie denn früh genug und ausdauernd genug eine solche Vorsorge beginnen. Müssen muss das (noch) niemand.